Kinotipp: Ailos Reise – eine herzerwärmende Rentiergeschichte

Foto: www.ailo-derfilm.de

Kannst Du – so wie ich – nicht genug bekommen von Aufnahmen der einzigartigen Natur des Nordens? Dann solltest Du in nächster Zeit unbedingt einen Besuch im Kino Deines Vertrauens einplanen. Mit Ailos Reise kommt ein Film ab Februar 2019 auf die Leinwände zahlreicher deutscher Lichtspielhäuser, der zu einem echten Kassenschlager werden könnte. Ich hatte die Ehre, bei einer exklusiven Vorabpremiere in der finnischen Botschaft in Berlin dabei sein zu dürfen und habe es nicht bereut, an diesem Termin teilgenommen zu haben.

Ailos Reise als finnisch-französische Koproduktion

Ailos Reise ist eine finnisch-französische Koproduktion, die in den unberührten Weiten Lapplands spielt. Im Zentrum dieses außergewöhnlichen Tier- und Naturfilms steht das kleine Rentier Ailo, das von seiner Geburt an auf seiner Reise durch verschneite Wälder und endlos erscheinende Fjells begleitet wird. Dabei erlebt Ailo manch ein Abenteuer, bei dem Du als Zuschauer hautnah dabei bist…

Rentier Ailo kommt aus Posio

Bei der Vorabpremiere war nicht nur der finnische Produzent Marko Röhr, sondern auch Ailos deutsche „Rentiermutter“ Christina Mourujärvi zugegen, die beide für Eindrücke aus erster Hand sorgten. So lebt der Hauptdarsteller des Films auf Mourujärvis Rentierfarm in der Nähe von Posio in Finnisch-Lappland. Die Besitzerin des kleinen Rentiers kam einst der Liebe wegen aus Schleswig-Holstein nach Finnland.

Produzent Röhr zeigte sich erfreut darüber, in welch kurzer Zeit der Film trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen abgedreht werden konnte. Die Aufnahmen entstanden zu einem großen Teil im Februar. Um das Equipment habe er bei den Minusgraden weniger Angst gehabt, so Röhr, eher habe er sich um das Wohlergehen des französischen Filmteams gesorgt. Ailos Reise wird in mehr als 30 Ländern gezeigt werden. Nach Finnland folgen nun Deutschland und die Schweiz, aber auch beispielsweise in China und Südkorea wird Ailo die Leinwand erobern.

Christina Mourujärvi und Produzent Marko Röhr

Mit „Rentiermutter“ Christina Mourujärvi und Produzent Marko Röhr

Begegnungen mit zahlreichen Bewohnern Lapplands

Zentrales Element des Films ist also die Reise des kleinen Rentiers Ailo durch die Wälder und Hochebenen Lapplands. Als Zuschauer bist Du Zeuge, wie Ailo auf die Welt kommt und sich direkt in der unwirtlichen und eher lebensfeindlichen Umgebung behaupten muss. Wer hier nicht innerhalb von Minuten funktioniert, wird von der Natur erbarmungslos aussortiert.

Ailo schafft es und durchstreift fortan Flüsse und Wälder an der Seite seiner Mutter. Während der verschiedenen Jahreszeiten trifft er auf zahlreiche andere Tiere – einige davon sind harmlos, andere können ihm gefährlich werden. Ob Vielfraß, Wolf, Polarfuchs oder Schneeeule, sie alle haben ihre Rolle im Film und sorgen dafür, dass es stets spannend bleibt.

Ailos Reise - im Kino

Ein kleines Rentier im sommerlichen Lappland (Foto: www.ailo-derfilm.de)

Herrliche Naturaufnahmen und Anke Engelkes Stimme

Mich haben die Tier- und Naturaufnahmen in Ailos Welt unglaublich beeindruckt. So bekam ich an mehreren Stellen sogar eine Gänsehaut, als etwa die Kamera über tief verschneite Wälder schwebte und sich ein fantastisches Panorama auftat, wie es nur der Norden Finnlands zu bieten hat. Auch die Tiere wurden gekonnt eingefangen – ein purer Genuss für alle, die die Flora und Fauna des Nordens lieben.

Als deutsche Erzählstimme wurde übrigens niemand Geringeres als Anke Engelke auserkoren, die ihren Job sehr gut macht und dafür sorgt, dass die Geschichte von Ailo rundum authentisch rüberkommt und zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

Verschneite Landschaft in Lappland

Die atemberaubende Natur Lapplands ist Kulisse von Ailos Reise (Foto: www.ailo-derfilm.de)

Mein Fazit: Unbedingt anschauen!

Meiner Meinung nach ist Ailos Reise ein absolut sehenswerter Film, der Finnland- und Naturfreunde aller Altersgruppen in Begeisterung versetzen dürfte. Hervorragende Tier- und Naturaufnahmen treffen auf eine berührende, aber niemals ins Kitschige abgleitende Story, die von Erzählerin Anke Engelke auf sympathische Weise präsentiert wird. Galant wird zudem immer wieder Wissenswertes eingestreut, so dass der 85-minütige Film, der übrigens komplett ohne Animationen auskommt, eine spannende Mischung aus Abenteuer, Drama und Dokumentarfilm darstellt. Das solltest Du Dir unbedingt anschauen!

Ailos Reise läuft ab dem 14.02.2019 in zahlreichen deutschen Kinos. Hier findest Du eine Übersicht aller Städte und Lichtspielhäuser. Schreib mir über das Kommentarfeld weiter unten gerne, wie Du den Film fandest!

Filmplakat Ailos Reise

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2 Comments

  1. 1

    Den Film habe ich seit Anfang Dezember im Auge. Da wurde er mir erstmals via Facebook empfohlen.

    Meinst du, dass er auch schon für eine Vierjährige geeignet ist. Unsere Tochter ist von vielen Tierarten fasziniert. Ailos dürfte ihr auch gefallen. Aber es kommt darauf an, ob dort auch das Alter passt.

    Nichts gegen das wilde Leben, aber unserem Kleinkind würde ich noch keine Jagdszenen mit anschließendem Festschmaus von Wolf & Co zumuten. 🙂

    • 2

      Hallo Melanie,

      das ist immer schwer zu sagen, ich persönlich würde mit einer Vierjährigen wohl noch überhaupt nicht ins Kino gehen. Der Film ist zwar nicht sonderlich brutal, aber eben schon realistisch, so dass auch mal ein Wolfsrudel im Einsatz gezeigt wird. Also ich würde erst mit einem Schulkind diesen Film anschauen.

      LG,
      René

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