Über das kleine Glück im Alltag – Interview mit Lena Segler

Lena Segler im Interview zu ihrem Buch "Himbeermarmeladenduft"

Vor einiger Zeit erhielt ich eine E-Mail von Lena Segler mit herzlichen Grüßen aus Finnland und der Anfrage, ob ich ihr neues Buch vielleicht bei FinnTouch vorstellen möchte. Schon beim Anblick des von ihr selbst gestalteten Covers wusste ich, dass ich dies sehr gerne tun würde. „Himbeermarmeladenduft“ ist ein Büchlein, das wie geschaffen ist für allgemein eher unruhige Zeiten. Es soll uns helfen, das Glück in den kleinen Dingen mehr schätzen zu lernen: Besondere Erlebnisse, Momente, Details, an denen wir im Alltagsstress viel zu häufig gestresst vorbeirauschen.

Ideen und Inspirationen aus Finnland von Lena Segler

Die Geschichten in „Himbeermarmeladenduft“ sind herzerfrischend und inspirierend. Wenn Lena von „goldfunkelnder Lebensfreude“ oder vom „Tagtraumzelt“ berichtet, fühle ich mich als Leser vollumfänglich mitgenommen. Auf charmante und sprachlich überaus versierte Weise gelingt es der Autorin, ihr Anliegen zu transportieren. Im Interview unterhalten wir uns über zweisprachiges Aufwachsen, ihr Leben in Finnland, das finnische Schulsystem und natürlich auch über das im Thiele Verlag erschienene Buch. Mit etwas Glück kannst Du 1 von 2 Exemplaren davon gewinnen (siehe unten!).

Ländliche Idylle in Finnland
Die finnische Natur ist für Lena eine enorme Kraftquelle

FinnTouch: Liebe Lena, Du bist – ganz genauso wie ich – in einer deutsch-finnischen Familie aufgewachsen. Ist Deine finnische Familie mütterlicherseits oder väterlicherseits zu verorten? Und in welcher Region Finnlands liegen Deine Wurzeln?

Lena Segler: Mütterlicherseits. Meine Mutter ist in Haapavesi/Pohjois-Pohjanmaa aufgewachsen und zur Schule gegangen. In der Gegend habe ich auch immer noch die meisten Verwandten mütterlicherseits. Nach ihrem Geschichtsstudium in Helsinki ist sie dann nach Deutschland gezogen.

 
FinnTouch: Du bist, ebenso wie ich, zweisprachig aufgewachsen. War das mit den beiden Sprachen für Dich als Kind manchmal schwierig oder schon immer ganz normal?

Lena Segler: Ich bin die jüngere von zwei Töchtern und war auch immer die sprachfaulere von beiden. Unsere Mutter hat zu Hause immer ziemlich konsequent Finnisch mit uns gesprochen und uns auch beispielsweise Märchen auf Finnisch vorgelesen, aber meistens habe ich trotzdem immer auf Deutsch geantwortet, obwohl ich so gut wie alles verstanden habe. Irgendwie hatte ich nicht genug Motivation. Die erwachte erst später, etwa mit fünfzehn, und das hatte etwas mit einem jungen Mann zu tun. Es gibt da auch noch Tagebucheintragungen auf Finnisch, die aus heutiger Sicht sprachlich ziemlich zweifelhaft sind (kichert). 

Manchmal habe ich in der Schule gemerkt, dass ich mich „komisch“ ausgedrückt habe, und das lag daran, dass ich finnische Ausdrücke, die meine Mutter direkt übersetzt auf Deutsch verwendete, auch genauso benutzte. Aber besonders oft ist das zum Glück nicht passiert. Da wir so gut wie jeden Sommer nach Finnland in den Urlaub gefahren sind, war ich „gezwungen“, Finnisch zu sprechen, mit Mummu und den Großtanten, Cousinen etc. 
 
FinnTouch: Kannst Du Dich an Kindheitserlebnisse in Finnland erinnern, die Dich geprägt haben?

Lena Segler: Ja, und die meisten sind positiv. Als kleines Kind fand ich es immer toll, Aku Ankka- und Iines Ankka-limsa zu trinken. Auch liebte ich es, die Sommer bei Mummu in Liminka zu verbringen, die dort ein großes Holzhaus hatte. Es existiert immer noch, und ganz in dessen Nähe ist die Kunstschule, an der ich studiert habe. Ab und zu nehme ich auch immer noch an Sommerkursen teil. Das Haus liegt am Fluss und ich bin schon oft dort spazieren gegangen, um es zu bewundern – aber ich habe mich bisher noch nicht getraut, dort einmal an die Tür zu klopfen. Einerseits möchte ich die jetzigen Besitzer nicht stören, aber der wichtigste Grund ist eigentlich, dass ich lieber das Kindheits-Vuotila, so heißt das Haus, im Kopf behalten möchte, mit seinen verwinkelten Gängen, den alten Kaminen und den schönen Fenstern. Das gibt es sicherlich in der Form nicht mehr.

Kamin in finnischem Haus
Der Kamin – Garant für Wohlfühlmomente

Die Sommer waren ungezwungen, ich fühlte mich sehr frei. Einmal habe ich mit meiner Schwester vor dem Haus der Mummu ein Spielhaus aus Brettern gebaut. Wir zersägten auch ihr Mückenfenster, weil wir für unsere Hütte ein Fenster brauchten und es unschön ca. 30 Zentimeter überstand. Mummu war natürlich sauer, aber mein Vater bastelte ihr ein neues. 

Ein einziges Mal waren wir auch im Winter da. Ich war damals etwa sieben oder acht und wunderte mich darüber, dass wir mitten in der Nacht zum Supermarkt liefen. Mein Vater erklärte mir, dass es erst später Nachmittag war, es in Finnland aber früh dunkel werde. Das war für mich schwer zu verstehen. In jenem Winter war es klirrend kalt und es lag auch viel Schnee. Wir bauten vor Mummus Haus ein Iglu. 

„Ich genoss es, nicht von Hierarchien gequält zu werden“

Als ich ein bisschen älter war, fielen mir in Finnland ganz andere Sachen auf. Mit zehn schickten mich meine Eltern in Deutschland auf ein Gymnasium, das hauptsächlich von Kindern reicher Eltern besucht wurde. In den Sommerferien genoss ich es immer, nicht von Hierarchien und Klassenunterschieden gequält zu werden. In Finnland waren diese Unterschiede dort, wo ich die Sommer verbrachte, gar kein Thema. Ich war frei von Bewertung. 

Einmal, es war der Abend vor der Rückreise nach Deutschland, wollte ich noch einmal Blaubeeren pflücken gehen, und da verirrte ich mich, geriet in Panik und irrte wahrscheinlich drei oder vier Stunden im Wald herum, ohne zu wissen, wo ich war. Ich dachte, dass meine Familie ohne mich abfahren würde, da war ich mir ganz sicher. Da war ich wohl so elf Jahre alt. Schließlich hörte ich Autogeräusche und fand die Landstraße, die auch zu unserer Hütte zurückführte. Ich war mehrere Kilometer in die falsche Richtung gelaufen. Ich ging zum nächstgelegenen Haus, und ein netter Herr brachte mich nach Hause zurück. Derselbe Mann fand später im Wald einen Strumpf, Mückenöl und ein Kopftuch von mir, die ich dann im nächsten Sommer zurückbekam. 

Einmal war ich sogar alleine in unserer Sommerhütte in Vatjusjärvi, das liegt in der Nähe von Haapavesi, und tigerte ständig allein im Wald herum, ruderte auf den See hinaus und angelte oder ging Blaubeeren pflücken. Da war ich etwa 16 oder 17 Jahre alt. Meine Verwandten wunderten sich, was ich da in der Hütte denn eigentlich die ganze Zeit machte. Ich erholte mich kurz gesagt von sozialen und gesellschaftlichen Zwängen. 

Finnische Glücksmomente von Lena Segler und ihrer Familie
Finnland bietet in jeder Jahreszeit kleine Glücksmomente

 
FinnTouch: Wie kam es mit 25 Jahren zu dem Entschluss, dauerhaft von Deutschland nach Finnland zu gehen?

Lena Segler: Nach meinem Magisterabschluss wollte ich ein Jahr ins Ausland, und am schwarzen Brett des Nordischen Instituts wurde für ein Comenius-Assistenzlehrjahr an einem Gymnasium in Kuopio geworben. Ich bewarb mich und bekam die Stelle. Eigentlich hatte ich nur für ein Jahr etwas Abstand zu Deutschland bekommen wollen. Nach dem Magisterabschluss war ich ziemlich gestresst und dachte, dass Finnland eine gute Alternative sein könnte. Es kam dann so, dass ich ein weiteres Jahr unter anderem im Sprachzentrum der Uni Kuopio als Schwedischlehrerin arbeitete. Bald danach, im Jahr 2000, starb meine liebe Mummu, und meine Schwester Johanna kam zur Beerdigung aus Island angereist.

„In diesem Sommer traf ich Juha in diesem Pub in Haapavesi“

Um nicht nur zu trauern, besuchte ich eines Abends mit meiner Schwester einen lokalen Pub, weil wir das immer so lustig und abgefahren fanden. So „Land“, wie Johanna das immer ausdrückt. In diesem Sommer traf ich dann Juha in diesem Pub in Haapavesi. Also neben beruflichen Gründen hat das Bleiben auch ziemlich viel mit ihm zu tun. Wir sind jetzt schon mehr als 20 Jahre verheiratet. Ich blieb noch ein paar Jahre in Kuopio wohnen, dann wohnten wir ein Jahr in Haapavesi, und schließlich bekam ich einen Job an der FH Centria, die einen Standort in Ylivieska hat, und arbeitete dort zehn Jahre lang als Schwedisch- und Deutschlehrerin. Nach der Promotion 2009 suchte ich mir dann einen anderen Job.  
 
FinnTouch: Du hast einige Jahre in Finnland als Schulleiterin an einem Gymnasium gearbeitet. In Deutschland hält man ja sehr viel vom finnischen Schulsystem. Was sagen Deine praktischen Erfahrungen?

Lena Segler: Was mir am finnischen Schulsystem besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichwertig behandelt werden. In den Klassen 0-6 sind mir besonders die modernen Lehrmaterialien und die technisch hervorragend ausgestatteten Klassenräume aufgefallen. Das Lehrmaterial ist für alle umsonst, und das gilt auch für das Schulessen. Besonders die jüngeren Lehrkräfte sind pädagogisch hervorragend ausgebildet und sehr kompetent. 

Es wird viel darüber diskutiert, ob es gut ist, dass alle Kinder und Jugendliche von den Klassen 0-9 gemeinsam zur Schule gehen. Einige sagen, dass die Begabten darunter leiden, wenn sie wegen der Langsameren ausgebremst und zu wenig gefördert werden. Andere wiederum sagen, dass alle finnischen Kinder eine hervorragende Allgemeinbildung bekommen. 

„Die Inhalte sind super, aber es ist einfach zu viel“

An Gymnasien, in Finnland die Schuljahre 10-12, geht es den Studierenden von Jahr zu Jahr schlechter, und das liegt am viel zu voll gepackten Lehrplan. Die Studis sind sehr gestresst und überfordert. Trotzdem muss ich sagen, dass die Inhalte schon super sind, nur ist es eben einfach zu viel. Wenn ich es entscheiden könnte, würde ich auch anordnen, (insbesondere) an Gymnasien arbeitenden Lehrkräften nach den ersten zehn Arbeitsjahren ein obligatorisches Aufbaustudium „aufzubrummen“, damit sie ihre pädagogischen Fähigkeiten auf den neuesten Stand bringen. Die jungen, dynamischen Lehrkräfte sind richtig super. Diejenigen, die dort schon seit 15 bis 20 Jahren arbeiteten, unterrichteten ziemlich „old style“, was häufiger mal zu Problemen und langen Studischlangen vor meinem Arbeitszimmer führte. 

Einblick ins Buch "Himbeermarmeladenduft" von Lena Segler
Einblick in Lenas Buch – die wunderbaren Illustrationen stammen von ihr selbst!

 
FinnTouch: Kommen wir zu Deinem neuen Buch „Himbeermarmeladenduft“, das im Thiele Verlag erschienen ist. „Was die kleinen Dinge für unser Glück bedeuten“ lautet der Untertitel des Werkes und Du versprichst Ideen und Inspirationen aus Finnland. Magst Du uns ein wenig über Idee und Inhalt des Buches erzählen und welche Impulse Du den Menschen damit gerne geben möchtest?

Lena Segler: Eines Tages – es war zu dem Zeitpunkt, als ich gerade beschlossen hatte, den Rektorinnenjob an den Nagel zu hängen, weil es mir deshalb schon seit längerer Zeit wegen Stress und Schlaflosigkeit schlecht ging – verstand ich, dass das Leben an mir vorbeilief. Das schnelle Tempo hatte mir den Blick auf das Wesentliche im Leben genommen. Ich dachte, dass es die Rückkehr zu den schönen, bedeutungsvollen Dingen unterstützen könnte, wenn ich sie notieren würde. So entschloss ich mich, jeden Morgen eine halbe Stunde früher als gewöhnlich aufzustehen und den Tag mit einer schönen Notiz oder einem Geschichtchen zu beginnen. Und es half tatsächlich. Das Schreiben der Geschichten beruhigte, und so langsam kehrte die Langsamkeit und damit bedeutungsvolle Details ins Leben zurück.

Es wurden immer mehr kleine Geschichten, und ihnen ist gemeinsam, dass sie in Finnland spielen und nirgendwo sonst genau so hätten empfunden werden können. Natürlich können die Dinge, die ich schildere, auch in Deutschland übernommen werden, zum Beispiel das Zelt auf dem Balkon, Mitternachtsschwimmen und ähnliches, aber mit Ideen und Inspirationen ist eher die Denk- und Handlungsweise, die in den Geschichten steckende Lebensphilosophie gedacht, mit deren Hilfe man sich sein Leben schöner gestalten kann. Außer der Arbeit an sich selbst und der Selbstentwicklung fördern das gute Leben auch ein angenehmes Umfeld, liebe Menschen und Dinge, die einem Freude machen. Das Buch soll dazu anregen, im Leben in diese Richtung zu gehen.

„Durch das Ändern der eigenen Gewohnheiten können wir viel zum eigenen Glück beitragen“

Die Beispiele, die ich liefere, sind aus Finnland. Hier bieten sich viele Möglichkeiten zur Entspannung – um einige zu nennen, die im Buch vorkommen: die Sauna, Begegnungen und Gespräche mit freundlichen Menschen, die Wälder, Hüttenurlaub… Mein Anliegen ist es, die Menschen daran zu erinnern, dass wir durch das Ändern der eigenen Gewohnheiten recht viel zum eigenen Glück beitragen können. 

 
FinnTouch: Wahre Worte! Vergleichen wir nochmals Finnland und Deutschland miteinander. Glaubst Du, dass diese Fähigkeit, sich auch an kleinen Dingen zu erfreuen und Zufriedenheit beispielsweise aus der Natur zu ziehen, ein Grund dafür ist, dass die Finnen als „glücklicher“ gelten?

Lena Segler: Ja, ganz bestimmt. Finnland kümmert sich ständig darum, eine Infrastruktur zu schaffen, die das Wohlbefinden der Menschen fördert, und das ist ein Grund dafür, warum wir hier so gut leben können. Das Sozialsystem funktioniert so, dass es die Menschenrechte unterstützt. Hier kann jeder so gut wie kostenlos eine gute Ausbildung bekommen, unabhängig von der finanziellen Lage der Eltern. Auch die Gesundheitsversorgung ist gut organisiert. Es geht auch um bestimmte Werte, die von der finnischen Bevölkerung geteilt werden. Dazu gehören Ehrlichkeit und Vertrauen.

Himbeer-Rhabarber-Marmelade
Leckere Himbeer-Rhabarber-Marmelade

Menschen aus dem Ausland halten die Finnen bisweilen für „naiv“ und „blauäugig“, verstehen aber nicht, dass es hier überhaupt nicht darum geht, die Möglichkeit zum Betrügen zu haben und sie aus Naivität nicht zu ergreifen, ganz im Gegenteil: Betrügen ist verpönt und gilt als schwerwiegendes Vergehen. Betrug wird kollektiv verachtet und verurteilt. „Ein guter finnischer Bürger ist ehrlich“, heißt es. Ich mag dieses Grundprinzip. Da es diesen kollektiven Wert gibt, können die Menschen sich hier gegenseitig auch vertrauen, aber nicht nur sich, sondern auch der Regierung und den Behörden. 

„Die Finnen können sich erstaunlich klar und deutlich ausdrücken“

Was mir in Finnland auch positiv aufgefallen ist, ist die Transparenz im Denken und im Handeln. Die Finnen können sich erstaunlich klar und deutlich ausdrücken. Ohne Umschweife werden die Tatsachen so auf den Tisch gelegt, wie sie sind, ohne sie groß mit Floskeln und Höflichkeiten zu dekorieren. 

Was auch so oft schön zu beobachten ist, ist der Zusammenhalt von Familien. Das Zuhause und das Zusammensein ist den Finnen sehr wichtig. Vielleicht hat es etwas mit der langen, dunklen Zeit zu tun, die überbrückt werden muss. Was ich schon weiter oben erwähnt hatte: Finnland ist nicht besonders hierarchisch. Das gefällt jedenfalls mir sehr gut. Auch die Natur ist bestimmt ein wichtiger Glücksfaktor. Sie wird durch die Jedermannsrechte unterstützt.

Außerdem lassen sich die Menschen – auch mentale – Luft und gewähren Freiraum. Die Menschen respektieren den Raum des anderen.

 
FinnTouch: Gibt es deutsche Lebensmittel, die Du in Finnland besonders vermisst – und umgekehrt, wenn Du mal wieder in Deutschland verweilst?

Lena Segler: Ich liebe deutsche Brötchen, die man schon ganz früh am Morgen frisch in der Bäckerei kaufen kann. Die gibt‘s dann immer, wenn ich in Deutschland bin. Aber da wir sogar in Ylivieska einen Lidl haben, bekomme ich dort auch sehr viele Lebensmittel, die es früher immer nur in Deutschland gegeben hat. Besonders ab Dezember habe ich früher immer mit Marmelade gefüllte Lebkuchen, Spekulatius und Marzipan vermisst, aber all diese Herrlichkeiten gibt‘s jetzt zum Glück im Lidl. Und Riesling und ähnliches gibt‘s im Alko. Die Finnen sind keine Marmeladenmenschen, und gute Marmeladen sind in normalen Supermärkten eher die Ausnahme – deshalb koche ich Marmelade immer selbst. 

Wenn ich aus Deutschland wiederkomme, genieße ich besonders das frische Roggenbrot und das Leitungswasser, das so gut schmeckt. 

"meren rannalla" von Lena Segler
„meren rannalla“ heißt dieses Werk von Lena Segler

FinnTouch: Neben dem Schreiben ist die Kunst Deine große Leidenschaft. Dient Dir Finnland dabei auch als Inspirationsquelle?

Lena Segler: Absolut! Ich male am liebsten Landschaften, und Finnland ist ein Paradies für jeden, der sich für Landschaftsmalerei interessiert. Wir haben einen großen Garten am Fluss, und auch Blumen, Insekten und Bäume sind ständig wiederkehrende Themen. Auch die ruhige Stimmung, die in der finnischen Natur herrscht, ist sehr inspirierend, unter anderem auch für abstrakte Arbeiten, ebenso wie die Weite. Dass wir so viel Platz haben, hilft mir beim Malen, groß zu denken und neue Ideen zu entwickeln.


FinnTouch: Du lebst ja in der kleinen Stadt Ylivieska in der Region Pohjois-Pohjanmaa. Hast Du zum Abschluss noch ein paar Reisetipps für die FinnTouch-Community parat? Warum sollten die Leute unbedingt mal in Deine Heimat kommen?

Lena Segler: In Pohjois-Pohjanmaa ist meiner Meinung nach besonders das Naturzentrum in Liminka empfehlenswert. Es liegt am bottnischen Meerbusen und ist ein Paradies für alle Vogelbeobachter. Auch Hailuoto ist wunderschön.

„Im Winter kann man herrlich im Wald Ski laufen“

Aber auch bei uns in Ylivieska gibt es wunderbare Wanderpfade, am schönsten finde ich den Rundweg in Törmälä, siehe z.B. dieses oder dieses Video. Im Winter kann man herrlich im Wald Ski laufen. Die Stadt zieht jedes Jahr Loipen über zig Kilometer. Zwischendurch kann man sich in hölzernen Grillzelten ans Feuer setzen und sich Würste braten oder Kaffee trinken. Im Zentrum haben wir ein eigenes Kulturzentrum mit einem guten Programm. 

Oulu ist von uns etwa 130 Kilometer entfernt. Dort gibt es unter anderem ein tolles Wissenschaftszentrum, und auch das Kunstmuseum ist sehr empfehlenswert. 

FinnTouch: Vielen Dank für dieses spannende und inspirierende Gespräch und ganz viel Erfolg mit Deinem Buch und Deinen weiteren Projekten!

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Mehr über die Autorin und Künstlerin erfährst Du auf Ihrer Website und bei Instagram. Fotos: Lena Segler

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Verlosung: Gewinne 1 von 2 Büchern „Himbeermarmeladenduft“

Gemeinsam mit dem Thiele Verlag verlost FinnTouch zwei Exemplare von „Himbeermarmeladenduft“. Um die Chance auf eines der Bücher zu haben, musst Du lediglich die folgende Frage beantworten: In welchem Alter ist Lena dauerhaft von Deutschland nach Finnland ausgewandert? Schreibe die Antwort als Kommentar in das Kommentarfeld weiter unten (nur auf diese Weise landest Du im Lostopf!) und vergiss nicht, Namen und E-Mail-Adresse (diese wird nicht öffentlich angezeigt) anzugeben, damit wir Dich im Falle eines Gewinns benachrichtigen können. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen Gewinnspiel „Himbeermarmeladenduft“

  • Um teilzunehmen, musst Du mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Das Gewinnspiel findet vom 21.11. bis 30.11.2022 um 23:59 Uhr statt. Teilnahmeschluss ist am 30.11.2022 um 23:59 Uhr. Danach gepostete Kommentare zählen nicht mehr für diese Verlosung.
  • Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärst Du Dich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden und bist damit einverstanden, dass wir im Fall eines Gewinns ggf. Deinen Vornamen, Nachnamen und Wohnort sowie ein uns von Dir zur Verfügung gestelltes Foto im Internet veröffentlichen.
  • Zu gewinnen gibt es 2 x das Buch „Himbeermarmeladenduft“ von Lena Segler, zur Verfügung gestellt vom Thiele Verlag.
  • Die Teilnahme erfolgt durch das Posten eines Kommentares mit der richtigen Lösung auf die Frage „In welchem Alter ist Lena dauerhaft von Deutschland nach Finnland ausgewandert?“ unter diesen Blogbeitrag auf der Website www.finntouch.de. Nicht vergessen, die E-Mail-Adresse im dafür vorgesehenen Feld anzugeben!
  • Die Teilnahme ist kostenlos; jede Person kann nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen.
  • Die Gewinner werden innerhalb von 7 Tagen nach Ablauf des Gewinnspiels durch FinnTouch bestimmt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Solltest Du gewonnen haben, bekommst Du eine Benachrichtigung per E-Mail.
  • Solltest Du nicht innerhalb von 7 Tagen auf diese E-Mail geantwortet haben, verfällt der Gewinnanspruch.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

*Affiliate-Link: Bei einer Buchung über diesen Link erhalten wir eine kleine Provision. Du zahlst dadurch nicht mehr, aber unterstützt den Fortbestand dieses Blogs. Vielen Dank!

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30 Comments

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    Sie ist mit 25 ausgewandert. Danke René für diesen entspannenden Beitrag! Wenn ich nicht gewinnen sollte, werde ich mir das Buch trotzdem holen!

    Viele Grüße
    Alex

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    Lena ist mit 25 Jahren dauerhaft nach Finnland ausgewandert! Ein interessantes Interview und ein wunderschönes Buch! Ich würde mich freuen zu gewinnen! LG

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    Himbeermarmelafenduft! Ich rieche es ganz deutlich. Dazu ein Mökki mit einer holzbeheizten Sauna. Im Gras liegen, ein Karhu trinken und das Buch lesen. René, geht’s nicht besser? liebe Grüße aus dem hohen Norden… Cati

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