6 Gründe, warum Du im Winter nach Finnland reisen musst

Im Winter nach Finnland und etwas Besonderes erleben

Im Sommer in den hohen Norden reisen, das kann ja jeder. Ich möchte Dir heute Lust darauf machen, Dich auch mal im Winter nach Finnland zu wagen. Obwohl ich zugeben muss, dass auch ich die Magie der Mitternachtssonne liebe und in meinem Leben bislang wesentlich öfter im Sommer in Finnland gewesen bin, hat doch die kalte Jahreszeit ihren ganz eigenen Charme. Denn zumindest in den nördlichen Landesteilen ist der finnische Winter nicht mit unserem mitteleuropäischen Mischmaschwetter zu vergleichen.

Im Winter nach Finnland – kalt und ungemütlich?

Die Vorurteile sind natürlich allgegenwärtig. Im Winter nach Finnland? Da ist es doch den ganzen Tag nur dunkel und man wird depressiv. Außerdem kannst Du Dich dort doch kaum ohne Thermoanzug aus dem Haus wagen. Warum nicht lieber in den Süden schweifen und etwas Sonne tanken? Kann man natürlich machen. Muss man aber nicht. Alleine schon die 15 liebsten Winterbilder der FinnTouch-Fans zeigen, wie wunderschön auch diese Jahreszeit in unser aller Lieblingsland sein kann. Heute will ich Deinen Appetit auf einen Winterurlaub in Finnland noch ein bisschen steigern und liefere Dir sechs gute Gründe für einen solchen…

1. Die angenehm trockene Kälte

„Wann wird’s mal wieder richtig Winter?“ könnte man sich hierzulande, angelehnt an den Gassenhauer von Rudi Carrell, häufiger fragen. Eine Antwort darauf kann ich Dir zwar auch nicht geben, aber ich kann Dir zumindest verraten, wo Du noch einen Winter findest, wie er „früher einmal war“. Insbesondere in Finnisch-Lappland darfst Du Dich über mehrere Monate hinweg an einer trockenen Kälte erfreuen, die eine wahre Wohltat gegen unser Schmuddelwetter ist. Diese Kälte wirst Du, trotz faktisch deutlich niedrigerer Temperaturen, einfach als nicht so unangenehm empfinden. Klar ist: gut einpacken solltest Du Dich bei knackigen Minusgraden natürlich trotzdem.

Sonnentag im finnischen Winter

Die Sonne scheint, es ist knackig kalt – so muss Winter sein

2. Mehrere Monate Schneegarantie

Im Winter nach Finnland zu fahren bedeutet auch, dass Du Dir keine Gedanken darüber machen musst, ob an Deinem Urlaubsdomizil zum Zeitpunkt Deines Aufenthalts denn auch wirklich Schnee liegt. Insbesondere im Norden kannst Du Dich auf eine geschlossene Schneedecke freuen, die etwa ein halbes Jahr nicht wieder verschwindet. In den Alpen beispielsweise musst Du schon in ziemliche Höhenlagen fahren, um solch eine Schneegarantie noch zu haben.

Verschneiter Wald in Finnland

Was für ein wundervolles Winterwonderland!

3. Erholung und Aktivitäten fernab des Massentourismus

Obwohl der Tourismus in den letzten Jahren generell im Aufwind ist, zieht es auch heute noch nicht allzu große Massen im Winter nach Finnland. Und wenn, dann bewegen sich diese rund um die üblichen Touri-Hotspots. Ein paar Meter abseits hingegen findest Du nichts als Ruhe und die Geräusche der Natur. Selbst auf den Skipisten ist in der Regel deutlich weniger los als in Mitteleuropa.

Langlaufloipe in Rovaniemi

Stress? Hektik? Auf dieser Langlaufloipe in Rovaniemi herrscht Hochbetrieb…

4. Die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen

Selbstverständlich sind auch die sagenumwobenen Nordlichter ein guter Grund, um im Winter nach Finnland zu reisen. Wer sie einmal gesehen hat, den ziehen diese magischen Himmelsschauspiele für immer in ihren Bann. Ich spreche da aus Erfahrung. Also: wenn Du das Nordlicht noch nie gesehen hast, dann pack Deinen Koffer und mach Dich auf den Weg ins winterliche Finnland.

Nordlichter in Finnisch-Lappland

Selbst mit der Handykamera lässt sich das Himmelsschauspiel manchmal ganz passabel festhalten

5. Eine Fahrt mit dem Rentierschlitten

Viele Kinder träumen davon, einmal mit einem echten Rentierschlitten durch verschneite Wälder zu gleiten. In Finnland kannst Du Dir selbst und natürlich auch Deinem Nachwuchs diesen Traum erfüllen. In Lappland gibt es diverse Anbieter, die solche Touren im Portfolio haben. Auch wenn es kein ganz günstiger Spaß werden dürfte, ist es doch ein einmaliges Erlebnis! Gleiches gilt natürlich auch für eine Fahrt mit dem Huskyschlitten, wie es Tanja beispielsweise in Nordkarelien erleben durfte.

Rentierschlitten in Finnisch-Lappland

Mit dem Rentierschlitten durch verschneite finnische Wälder

6. Weil das Weihnachtsmanndorf im Winter am schönsten ist

Wenn Du im Winter nach Finnland und speziell nach Lappland reist, darf ein Abstecher zum Weihnachtsmann, der hier Joulupukki heißt, nicht fehlen. Er residiert im Santa Claus Village, direkt am Polarkreis und etwas außerhalb des Stadtzentrums von Rovaniemi. Ich finde, das Weihnachtsmanndorf ist ganz einfach am allerschönsten, wenn es tief eingeschneit ist und die weihnachtliche Beleuchtung für eine stimmungsvolle Kulisse sorgt.

Santa Claus Village im Winter

Im Winter umgibt das Weihnachtsmanndorf ein ganz besonderer Zauber

Bist Du auch schon mal im Winter nach Finnland gereist? Verrate uns Deine persönlichen Gründe, weswegen eine solche Reise sich lohnt, über das Kommentarfeld weiter unten!

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2 Comments

  1. 1

    Ich habe im Februar 2018 meinen 50. Geburtstag in Rovaniemi gefeiert: nachts bei ca. -35 Grad mitten in der Wildnis Lapplands das Polarlicht gesehen! Ein Erlebnis der Extraklasse! Und nein, es ist nicht so kalt, wie man es sich vorstellt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der den Winter und die Kälte nicht scheut. Eine Fahrt im Rentierschlitten, die Schlittenhund-Safari oder als Zuschauer beim legendären Rentier-Rennen dabei zu sein u.v.m., wir hatten so viele schöne Erlebnisse, auch bei weniger Tageslicht. Na und?! Am besten mit dem Nachtzug von Helsinki nach Rovaniemi fahren (13 Stunden), allein das ist schon die Reise wert. Werde es wieder tun. War 2015 auch im Sommer dort, es lohnt sich beides!

    • 2

      Hallo Sabine,

      vielen Dank für Deine Eindrücke! Und Du hast soooo Recht – eine Reise nach Lappland lohnt sich sowohl im Sommer als auch im Winter. Den Nachtzug finde ich auch richtig klasse! 🙂

      LG,
      René

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