Meine neue Liebe: Finnisch-Lappland

Rentier in Finnisch-Lappland

Das Thema für meinen zweiten Blogbeitrag zu finden ist mir nicht schwer gefallen, denn ich habe mich verliebt – in Finnisch-Lappland! Ich war zwar erst zwei Mal dort, aber eins ist sicher: Ich werde noch häufig wiederkehren! Du möchtest wissen, wie es dazu kam und wie diese Liebe innerhalb kurzer Zeit so stark werden konnte? Dann lies gleich mal weiter…

Einmal mit dem Auto von Helsinki nach Finnisch-Lappland

Diesen Sommer hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen: einmal mit dem Auto quer durch Finnland. Die Planungen liefen seit Wochen schon auf Hochtouren. Wo planen wir welche Übernachtungsstopps ein? Wie lange können wir uns wo aufhalten und wen treffen? Und was wollen wir alles sehen? Abschließend kann man sagen, natürlich haben wir nur einen Bruchteil dessen gesehen, was wir gerne sehen wollten. Und an den allermeisten Orten hätten wir uns gerne noch viiiel länger aufgehalten. Von Anfang an war uns jedoch klar: Diesmal wollen wir hoch in den Norden – so weit an die Grenze zu Norwegen, wie es zeitlich geht! Und in Finnisch-Lappland wollen wir uns am Längsten aufhalten!

Saunaspaß und gute Gemeinschaft

Los ging die Reise freitags, am 30.06.2017. Nachdem wir am Abend des Juhannustages in Helsinki gelandet waren, kam uns der Flughafen wie ausgestorben vor. Klar, alle waren gerade am Feiern! Nur wir holten erst einmal unseren Mietwagen ab und los ging’s in Richtung Turku zum ersten Stopp. Da unser Zeitplan sehr straff war und es zudem leider regnete, blieb keine Zeit für eine ausführliche Besichtigung der Stadt, sondern wir machten uns gleich am nächsten Morgen auf den Weg nach Säkylä zu unserem finnischen Freund Juha.

Urige Sauna im Wald von Säkylä

Saunaspaß inmitten der traumhaften finnischen Natur.

Er hatte uns in das Mökki des dortigen Dorfverbandes eingeladen, an dessen Bau sein Vater maßgeblich beteiligt gewesen war. Wir verbrachten dort einen wunderschönen Tag, inklusive finnischer Holzofensauna samt lokalen und internationalen Bierspezialitäten für die Männer und kulinarischen Köstlichkeiten, die die Mutter von Juha uns servierte. Zudem nahm sich Juhas Vater nachmittags einige Stunden Zeit, um uns seine Heimat rund um den Pyhäjärvi und Köyliönjärvi zu zeigen. Ein Stückchen Finnland jenseits der bekannten Reiseführer, aber deshalb nicht minder attraktiv!

Entlang der Westküste nach Norden

Am Sonntag ging es jedoch zur Mittagszeit wieder weiter. Next Stop: Pori! In der Stadt an der Westküste, unter anderem bekannt für ihr internationales Jazzfestival, trafen wir Sonya, ein FinnTouch-Follower der ersten Stunde, die mit ihrer Familie nach Finnland ausgewandert ist. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für die schöne Zeit! Leider war diese viel zu kurz, denn natürlich durfte ein Abstecher zu Renés Familie nicht fehlen. Der letzte Besuch war schon viel zu lange her. In Ylistaro, nahe der größeren Stadt Seinäjoki im Westen des Landes, warteten schon Renés Onkel, zwei Tanten und ein Cousin auf uns mit Kaffee, Kuchen und Piroggen.

Kirche von Ylistaro

Die Kirche von Ylistaro ist eine echte Sehenswürdigkeit – zu der René einen starken persönlichen Bezug hat.

Doch auch hier tickte die Uhr unaufhörlich – wir hatten noch ein paar Stunden Fahrt vor uns und wollten auf dem Weg zwei kurze Stopps in Kokkola und am herrlichen Sandstrand von Kalajoki einlegen. Ende der Tagesreise sollte Pyhäjoki sein, ein kleines Städtchen etwa anderthalb Stunden von Oulu entfernt. Und dorthin ging es dann auch am nächsten Morgen, mit einem kurzen Halt vorher in der idyllischen Kleinstadt Raahe. Wir genossen die nachmittägliche Sonne und schlenderten über den Markt, durch die Markthalle und den Fluss entlang. Natürlich statteten wir dabei auch dem berühmten „Toripoliisi“, dem Marktpolizisten, einen Besuch ab.

Toripoliisi Oulu

Der „Toripoliisi“ bewacht den Markt in der nordfinnischen Metropole Oulu.

Ein Elch zur Begrüßung

Da wir um 17 Uhr jedoch schon mit Salla von Visit Rovaniemi in der Hauptstadt Finnisch-Lapplands verabredet waren, blieb leider auch hier zu wenig Zeit. Das Navi leitete uns auf dem Weg von Oulu nach Rovaniemi auf abgelegenen Straßen mitten durch die Natur. Herrlich! Und so wurden wir auch gleich passend begrüßt. Kurz nach dem Schild „Lappi“ begegnete uns das erste Rentier auf der Straße. Für mich ein absolutes Highlight. Es sind nämlich meine absoluten Lieblingstiere.

Straßenschild Lappi

Willkommen in Finnisch-Lappland!

Finnisch-Lappland im Sommer

Wir haben Lappland im tiefsten Winter und nun auch im Sommer besucht. Für mich ganz persönlich war es dort im Sommer am Schönsten, wobei ich auf die Vorzüge eines Besuches im Winter noch zu sprechen kommen werde. Rovaniemi begrüßte uns mit angenehmen Temperaturen. Während wir in Deutschland bei über 30 Grad fast umfielen, waren es zu unserer Reisezeit in Finnland angenehme 20 bis 23 Grad. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass das Wetter dort oben im Norden sehr stark schwankt. So können es heute noch 25 Grad sein und morgen schon nur 12. Auf jeden Fall sollte für jedes Wetter etwas im Koffer eingepackt werden!

Rovaniemen Keskuskenttä

Als leidenschaftlicher Fußballfan musste sich René natürlich gleich einen Fanschal von RoPS holen. Hier posiert er vor der modernen Haupttribüne des Keskuskenttä-Stadions.

Fußball und außergewöhnliche Hotels am Polarkreis

Am Anreisetag besuchten wir ein Fußballspiel des Erstligisten Rovaniemi PS gegen Ilves Tampere. Gerade einmal etwas mehr als 1200 Zuschauer hatten sich in dem gemütlichen Stadion mit seiner schicken neuen Haupttribüne eingefangen. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Auch als kein unbedingter Fußballfan fand ich es sehr unterhaltsam. Amüsantes Detail am Rande: Es gab hier einen separaten Bereich für Rauchen und Biertrinken. Insbesondere Letzteres ist in Deutschland im Stadion geradezu unvorstellbar!

Finnisch-Lappland ist mit Hotels und Restaurants sehr gut erschlossen. Auf unserem Weg auf der E75 gen Norden sind wir an wirklich vielen vorbeigekommen, so dass Du hier auch ganz spontan entscheiden kannst, wo Du übernachten möchtest. Zudem gibt es einige Campingplätze und so verwundert es nicht, dass viele Menschen mit Wohnwagen nach Finnland reisen. Es darf im Gegensatz zu Deutschland auch jeder zelten, wo er gerade möchte – in einem gewissen Abstand zu bewohnten Häusern.

Hostel Cafe Koti Rovaniemi

Lounge und gemütlicher Frühstücksraum in einem: das Hostel Café Koti hat uns mit seinem modernen Ambiente sehr gut gefallen.

Da René und ich eher nicht so fürs Zelten zu haben sind, hatten wir uns für jeweils eine Nacht im Hostel Café Koti* in der Innenstadt von Rovaniemi und im Arctic TreeHouse Hotel etwas außerhalb beim Santa Park einquartiert. Beide Unterkünfte hatten ihren ganz eigenen Charme. Das Besondere am Arctic TreeHouse Hotel* war, dass jeder tatsächlich in seinem eigenen „Baumhaus“ schläft, mit Blick auf die Natur und jeder Menge Komfort.

Arctic TreeHouse Hotel Rovaniemi

Übernachten zwischen Baumwipfeln: Das Arctic TreeHouse Hotel

Jet Ski-Fun, Beachclub-Feeling und Saunafloß

Finnisch-Lappland im Sommer ist das ideale Reiseziel, wenn Du Lust auf allerlei spannende Aktivitäten auf dem Wasser hast. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Jet Ski auf dem Kemijoki und Ounasjoki? Bei Arctic Lifestyle kannst Du solche Touren von Juni bis September buchen. Diese Firma ist besonders auf kleine Gruppen ausgelegt, was für uns sehr angenehm war, da wir sehr persönlich und individuell betreut wurden – hatten wir beide doch sehr großen Respekt vor unserer ersten Fahrt. Es war aber wirklich sehr, sehr spaßig!

Jet Ski Rovaniemi

Jede Menge Spaß beim Jet Ski auf dem Kemijoki.

Direkt im Anschluss fuhren wir ans andere Ufer des Flusses und wurden im Restaurant Kesärafla Sauna verköstigt. Wirklich ein absoluter Geheimtipp! Das Besondere daran sind die tolle Lage der Terrasse mit Blick auf den Fluss, das Beachclub-Feeling mit dem aufgeschütteten Sand und das Highlight – die Sauna! So kannst Du Dich erst kulinarisch verwöhnen lassen, zum Beispiel mit den super leckeren Burgern des Hauses, und anschließend die Sauna genießen, in den Fluss hüpfen und später noch einen Cocktail schlürfen. Ideal für den perfekten Sommerabend! Das Restaurant hat im Sommer jeden Tag, auch bei schlechtem Wetter, geöffnet und auch drinnen schöne Plätze am Kamin.

Lecker essen und trinken in loungiger Atmosphäre: Das Restaurant Kesärafla Sauna direkt am Fluss.

Frisch gestärkt wurden wir direkt vor Ort von Erkki mit seinem Saunafloß abgeholt. Ganz ehrlich – das war mein persönliches Highlight des Urlaubs! Erkki hat das Boot in liebevoller Arbeit selbst gebaut. Es bietet Platz für bis zu zwölf Personen, man kann dort auch einfach gemütlich sitzen, grillen und Bierchen trinken. Im hinteren Teil befindet sich die Holzofensauna mit Einstieg ins Wasser. Einfach nur AWESOME! Wir schipperten zu einem abgelegenen Teil des Ounasjoki, wo sich keiner daran störte, dass wir nach der Sauna nackt ins kühle Flusswasser hüpften.

Saunafloss Erkin Arkki

Direkt von der schwimmenden Sauna in die Fluten springen – oder einfach nur relaxen.

Ounasvaara, Floating und Santa Park

Auch im Sommer wollten wir unbedingt den Hausberg Rovaniemis, den Ounasvaara, erklimmen. Zu jeder Jahreszeit hast Du von hier eine geradezu atemberaubende Aussicht auf die Umgebung. Und wir stellten fest, dass die Skipiste während der Sommerzeit kurzerhand zur Sommerrodelbahn umfunktioniert wird. Ideal auch für einen Ausflug mit Kindern.

Ounasvaara

Der Blick vom Ounasvaara hinab ins Tal.

Weiter ging es am späten Abend zu einer sehr besonderen Aktivität, dem Midnight Sun Floating. Hier begleitete uns die Firma Safartica zu einem einsamen See inmitten der Wildnis von Finnisch-Lappland. Das Ganze war tatsächlich sehr spaßig, vor allem, da wir wie Außerirdische aussahen und uns vorstellten, wie uns ein unbedarfter Wanderer mit den Anzügen im Wasser liegen sehen würde. Wenn Du im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Wasser schweben und die Mittsommernacht genießen möchtest, ist das Floating genau das Richtige für Dich. Im Winter kannst Du dabei mit etwas Glück sogar die Polarlichter bewundern.

Midnight Sun Floating

Einfach nur treiben lassen und die Stille der unberührten Natur genießen!

Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Rovaniemi durfte ein Besuch im Santa Park nicht fehlen, hatte dieser doch Ende Januar geschlossen gehabt. Geöffnet ist der Park von Juni bis August und von November bis Anfang Januar. Auch im Sommer kommt in dem unterirdischen Vergnügungscenter jede Menge Weihnachtsspaß auf – vor allem für Kinder. So kannst Du hier mit den Wichteln backen, basteln, die Elfenschule besuchen und noch vieles mehr. Nach dem Santa Park ließen wir es uns nicht nehmen, auch noch das benachbarte Santa Claus Village zu besuchen, in dem der Weihnachtsmann Dir auch im Sommer für eine Audienz zur Verfügung steht. Bei Santa Claus Reindeer durften wir ein total süßes Rentierbaby streicheln.

Santa Park Rovaniemi

Die Weihnachtsbäckerei im Santa Park hat auch im Sommer geöffnet.

Babyrentier bei Santa Claus Reindeer

Was für ein süßes Babyrentier!

Tankavaara – Goldrausch in Finnisch-Lappland

Am nächsten Tag ging es weiter zum Tankavaara Gold Village. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich mich vorab immer wieder verwundert fragte: „Goldsuche in Finnland???“ Ich wurde eines Besseren belehrt und zwar, dass es auch heute noch Gold in Tankavaara zu finden gibt und einige wenige Berufsgoldgräber sich hier sogar in Vollzeit dem Goldwaschen widmen.

Tankavaara Gold Village

Beim Goldwaschen im Tankavaara Gold Village

So war der Aufenthalt im Gold Village sehr lehrreich und wir konnten nicht nur im Goldmuseum viel über die historischen Hintergründe erfahren, sondern uns auch mal selbst beim Goldwaschen ausprobieren. Abends ging es in den urig eingerichteten Saloon. Auch unser Zimmer mit eigenem Bad, Kamin und Sitzecke fanden wir sehr gemütlich. Wenn Du Dich für den Wilden Westen interessierst, dann bist Du im Tankavaara Gold Village* in Finnisch-Lappland auf jeden Fall bestens aufgehoben.

Hoch bis nach Inari im Reich der Mitternachtssonne

Weiter ging die Reise bis hoch nach Inari, wo wir aufgrund der fehlenden Zeit jedoch leider nur kurz vorbeigucken konnten. Hier werden auch im Sommer viele Aktivitäten angeboten: Rundflüge mit einem Wasserflugzeug, Besuche einer Husky-Farm, Angeln und vieles mehr. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Du auch im Sommer sehr viel in Finnisch-Lappland unternehmen kannst. Wandern, Mountainbiking und Kajak fahren sind neben den von uns getesteten Aktivitäten nur einige wenige Beispiele.

Inarisee

Elch Hannu-Pekka am Inarisee

Für mich hat Lappland aber den besonderen Reiz der Kombination aus allem. Ab und zu ein bisschen Action und was erleben, aber auch einfach mal die Ruhe genießen. Am See sitzen, durchatmen, die Natur in sich aufsaugen. Da der Sommer nicht so heiß ist, kannst Du Dich wunderbar lange draußen aufhalten und wir müssen sogar sagen, dass wir von den berühmt-berüchtigten Mücken in Finnisch-Lappland diesmal weitestgehend verschont blieben. Absolut wundervoll war es auch, dass es im Sommer einfach nicht dunkel wird. Es ist ein herrliches Gefühl, um Mitternacht im Hellen einen Spaziergang machen zu können und auch fürs Autofahren war es ganz toll.

Straße in Finnisch-Lappland

Unterwegs durch das nächtliche Lappland.

Finnisch-Lappland im Winter

Über unsere Reise nach Finnisch-Lappland im Winter hat René ja bereits einen Blogbeitrag verfasst. Hier möchte ich nur ergänzen, dass wir ja nur einen Bruchteil der möglichen Aktivitäten wahrnehmen konnten. Wenn Du gerne Ski fährst, musst Du Dich beispielsweise nicht auf den Weg in die überlaufenen Alpen machen, sondern kannst die vielen Skigebiete im Norden nutzen wie zum Beispiel in Saariselkä. Auch eine Fahrt mit dem Husky-Schlitten sowie das Eisfischen stehen noch ganz oben auf meiner Bucketlist.

Winter in Lappland

Winterwonderland im Norden Finnlands.

Wenn Du mal wirklich richtigen Winter erleben möchtest, dann musst Du einfach nach Finnisch-Lappland fahren. Ich habe noch nie so viel Schnee gesehen und so eine angenehme Kälte gefühlt. Tatsächlich ist der Winter dort auch für Menschen, die es warm mögen, besser auszuhalten, weil die Kälte trocken und klar ist, nicht so nasskalt wie in Deutschland oder Helsinki.

Wir können Dir auch nur empfehlen, Dich an die örtlichen Tourist-Informationen wie etwa Visit Rovaniemi zu wenden. Die Mitarbeiter dort sind sehr fit und können super Auskünfte geben, speziell auf Deine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten. Vor Ort ist auch die direkte Buchung von Ausflügen möglich. So hat Visit Rovaniemi uns den Service zugekommen lassen, alle Touren zu buchen und uns einen exakten Ablaufplan zu geben. Das ist doch mal ein Komfort!

Bach in Lappland

Natur pur in Finnisch-Lappland.

Wann sehen wir uns wieder?

Da wir ja im hektischen Rhein-Main-Gebiet leben und ich auch jeden Tag nach Frankfurt zur Arbeit pendeln muss, habe ich Finnisch-Lappland wirklich für mich als Urlaubsziel entdeckt. Ich habe diese Stille und Ruhe so genossen, selbst in der größeren Stadt Rovaniemi. Die Menschen dort sind ganz besonders, sehr entspannt, unheimlich freundlich und höflich – wie in Finnland allgemein – und so naturverbunden. Ein Traum wäre es, dort mal wirklich länger ganz oben zu bleiben. Wer weiß, vielleicht werde ich ihn mir erfüllen…

Verliebt habe ich mich auch in die Rentierherden, die regelmäßig an der E75 standen und dort gegrast haben. Daher solltest Du Dich auch wirklich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsrichtlinien halten, aber es fährt sich so ohnehin viel entspannter. Und was gibt es Genialeres, als mitten auf der Straße neben einer Rentierherde anhalten und diese Tiere einfach nur beobachten zu können. Ich bin wirklich verliebt, wie Du merkst. Wann machst Du dich auf den Weg nach Finnisch-Lappland?

Ivalonjoki

Idylle am sommerlichen Ivalonjoki

Kurze Fakten zu Finnisch-Lappland

Auf unserer Reise durch Finnisch-Lappland hatten wir glücklicherweise häufig die Gelegenheit, uns mit „echten“ Einheimischen zu unterhalten. So haben wir einiges Neues erfahren. Zusätzlich habe ich ein bisschen im Internet gespickt. Hier ein paar knackige Facts für Dich:

  • Lappland (Finnisch: Lappi) ist die größte Region Finnlands – größer als Österreich, jedoch am dünnsten besiedelt (nur 1,8 Einwohner pro Quadratkilometer). Zum Vergleich: unser heimisches Rhein-Main-Gebiet hat 376 Einwohner pro Quadratkilometer
  • Verwaltungssitz und größte Stadt: Rovaniemi (ca. 62.000 Einwohner)
  • Nördlichster Ort: das Dorf Nuorgam (gleichzeitig der nördlichste Punkt der EU)
  • Ein Großteil der Landschaft liegt nördlich des Polarkreises (im Santa Park nahe Rovaniemi kannst Du unter ihm hindurchgehen)
  • Finnisch-Lappland grenzt an Russland, Norwegen und Schweden
  • Längster Fluss Finnlands mit 512 km: Der Kemijoki fließt quer durch Lappland, von Savukoski bis nach Kemi, wo er in die Ostsee mündet
  • Die bekanntesten Tiere sind die 160.000 Rentiere (zum Vergleich: 183.775 Einwohner hat Finnisch-Lappland!). Das Jahr über halten sich die Tiere in der freien Natur auf, erst im Spätherbst werden die Tiere wieder eingetrieben, um die Schlachttiere herauszusuchen. Weiterhin gibt es u.a. viele Elche, Bären, Wölfe, Vielfraße und arktische Tierarten, die nicht im Rest Finnlands leben: Polarfuchs, Lemming, Schneehuhn, Schnell-Eule und Schneeammer.
  • Die Hälfte der Bevölkerung wohnt in Südwestlappland, hiervon ein großer Teil in Rovaniemi.
  • Die Bezeichnung der Einwohner ist „Lappländer“ (lappilainen); Lappe (lappalainen) als Bezeichnung für die Ureinwohner ist heutzutage verpönt – sie werden stattdessen als Samen bzw. Sami bezeichnet. Ihnen stehen teilweise besondere Minderheitenrechte zu. In Finnland leben zwischen 6.000 und 7.000 Sami. Etwa die Hälfte spricht noch samisch.
  • Schüler haben in Finnisch-Lappland oft zig Kilometer Anfahrt zum Unterricht
  • 1979 wurde die Universität Lappland in Rovaniemi gegründet. Es gibt heute ca. 5000 Studenten.
  • Finnisch-Lappland ist mit Bibliotheken sehr gut ausgestattet, die Hälfte der Bewohner hat lediglich etwa zwei Kilometer Anfahrt bis zur nächstgelegenen.
  • Leider ist Arbeitslosigkeit gerade bei jungen Leuten unter 25 ein großes Problem in Lappland. So ist es verständlich, dass der Tourismus als Erwerbszeig stetig ausgebaut wird und gerade junge Leute sich hier gut einbringen können. Aus unseren Erfahrungen und Rückmeldungen von Einheimischen können wir bestätigen, dass im Winter überwiegend Chinesen in Finnisch-Lappland Urlaub machen, während es im Sommer viele Deutsche, Russen und andere Europäer sind, die der Gegend einen Besuch abstatten.

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4 Comments

  1. 1

    Ich kann sehr gut verstehen das du dich verliebt hast! Die Fotos und auch dein Bericht sind wirklich toll!!
    Danke dafür das ihr uns dieses schöne Land etwas näher bringt! 😘

  2. 3

    Tja nach 2x Sommerurlaub und dieses Jahr Winter Urlaub, folgen im Januar 2018 drei Winterwochen in Rovaniemi und Ende Juni nochmal 2 Sommerwochend. Dann Ende 2019 werden wir unser Liebe freien Lauf lassen und nach Rovaniemi übersiedeln.
    Also passt auf, dass euch diese neue Liebe nicht auch gefangen nimmt.
    Liebe Grüße Ute und Ingo

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